Projekt "Integration durch Ausbildung"

Omid Alizada mit Gerhard Müller

Angela Behrens vom Radiosender ffn interviewte das PATENkind Omid Alizada, den Nachhilfelehrer Gerhard Müller und den Koordinatoren vom Projekt Integration durch Ausbildung (IdA).

Omid Alizada berichtete von seinen Problemen im fachlichen Physik-Unterricht und der Hilfe durch seinen Nachhilfelehrer Gerhard Müller. Durch diese praktische Hilfe konnte OMID Alizada seine schulischen Leistungen erheblich verbessern.

Das Projekt IdA wurde 2016 von der Ausbildungsbrücke Lüneburg als Sonderprojekt für Flüchtlinge ins Leben gerufen. Aktuell werden in diesem Projekt 18 junge Flüchtlinge unterstützt.

Den Aufbau und die Beschreibung der Ausbildungsbrücke Lüneburg erläuterte Gerhard Müller in der Sendung. Klaus-Dieter Meier stellte das Sonderprojekt IdA im Rahmen der Ausbildungsbrücke vor und warb um neue PATEN.

Text und Foto: Klaus-Dieter Meier

Ausbildungsbrücke Lüneburg gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1

v.l. Heinrich Bär, Anke Genius mit "Patenkind" Elias Lukas, Rocco Golembiewski und Claus Peterse

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 26. Juli zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Heinrich Bär, Rocco Golembiewski und Claus Petersen mit Moderatorin Anke Genius über die Arbeit der Diakonie mit dem PATENMODELL in Lüneburg, das als Ausbildungsbrücke - also Vermittler und Unterstützer - für Schüler, Auszubildende und Ausbilder fungiert, und das kostenfrei für die Jugendlichen.

Das Modell beginnt zwei Jahre vor dem Schulabschluss und hilft bei der Orientierung für den späteren Beruf. Heinrich Bär ist Gesamtkoordinator für die Region Lüneburg. Er erklärt, dass sowohl bis zum Schulabschluss als auch bis Ausbildungsabschluss geholfen wird, um so zu vermeiden, dass es zum Abbruch kommt. Danach helfen die PATEN auch noch dabei, die erste Stelle zu finden. Koordinator Claus Petersen ist zuständig für die Christiani-Oberschule in Lüneburg. Dort sind insgesamt 600 Schüler - aus den 4 achten Klassen mit jeweils 25 Schülern haben sich 35 gemeldet, die begleitet werden möchten. Er stellt das Projekt zunächst auf Elternabenden vor. Wenn sich die Kinder melden, werden die nötigen Genehmigungen von den Eltern eingeholt und ein passender PATE gesucht. Eine solche Begleitung für bis zu 5 Jahre übernimmt beispielsweise Rocco Golembiewski. Derzeit kümmert er sich um zwei 14jährige.

Junge Menschen in Haupt- und Realschule wissen oft nicht, wohin ihr Berufsweg sie führen könnte. 2009 initiierte die Diakonie das bundesweite Projekt "PATENMODELL", 2010 begann es in Lüneburg in der Theorie, 2011 mit zunächst nur wenigen PATENkindern auch praktisch. Dies wurde inzwischen ausgeweitet, so dass mehr als 100 Jugendliche aktuell dabei sind. Für weit mehr ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Rocco Golembiewski sagt, die Jugendlichen müssen vom Schulalltag zum Einstieg in den Beruf mitgenommen werden. Was möchten sie, was können sie, wo liegen Probleme, wo kann man unterstützen? So erforscht er in Einzelgesprächen, wo die Stärken und Schwächen der jungen Menschen liegen. Auch ein Praktikum hilft dabei, und er unterstützt die Jugendlichen bei der Suche nach dem für sie passenden Platz. Da er das PATENkind zu sich nach Hause einlädt, um es besser kennenzulernen, entwickelt sich auch ein sehr persönliches und vertrauensvolles Verhältnis. Deshalb haben die Gäste auch einen ihrer Schützlinge, Elias Lukas, nach Hannover mitgebracht (s. Foto). Die Arbeit macht dem PATEN viel Spaß und kostet ihn durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden pro Woche, erklärt er - mal mehr, mal weniger.

Schule - und was dann? Bei dieser Frage helfen im Raum Lüneburg derzeit 71 ehrenamtliche PATEN. Aber sie könnten noch 30 bis 40 weitere PATEN zum neuen Schuljahr gebrauchen, die wünscht sich Claus Petersen dringend. Die jüngste PATIN ist eine Studentin mit Mitte 20, der älteste ist bereits Rentner mit 75. Etwa die Hälfte der PATEN steht noch im Arbeitsleben. Ein breiter Querschnitt an Berufsbildern wird durch sie abgedeckt: Apotheke, Bank, Handwerk, Ingenieurswissenschaften - alles ist vertreten, erklären die Gäste in der Sendung. Heinrich Bär arbeitet gern mit jungen Menschen zusammen: Das hält jung, schmunzelt er. Das Projekt betrachtet er als sehr sinnvoll, zumal es inzwischen auch ein Sonderprojekt für junge Flüchtlinge bis 25 Jahren enthält. Ihnen wird vor allem Deutschunterricht angeboten, um sie fit für den Job zu machen. Die Erfolgsquote gibt ihm Recht: 80 % der betreuten PATENkinder schaffen Schulabschluss und Ausbildung und finden dann Arbeit.

Von Montag bis Freitag heißt es zwischen 12 und 13 Uhr bei NDR 1 Niedersachsen „Die Plattenkiste – Hörer machen ein Musikprogramm“. Die Sendung wird komplett von den Gästen gestaltet.  In der Sendung können sich Vereine, Clubs, Organisationen vorstellen – egal ob Chor, Surfclub, Theater- oder Selbsthilfe-Gruppe.

Grußwort des Oberbürgermeisters von Lüneburg

Ulrich Mädge bedankt sich bei den PATEN und PATINNEN für Ihre wertvolle Unterstützung von Jugendlichen bei dem schwierigem Übergang von der Schule ins Berufsleben.

Grußwort des Oberbürgermeisters

Ausbildungsbrücke Lüneburg beim Oberbürgermeister Ulrich Mädge

v.l. Claus Petersen, Heinrich Bär, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Klaus-Dieter Meier

Am 30.03.2017 hatten wir die Gelegenheit, die Ausbildungsbrücke Lüneburg beim Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg Ulrich Mädge vorzustellen. Der Koordinator der Region Lüneburg Heinrich Bär hatte den Oberbürgermeister bei der Berufs-Informationsbörse im Februar 2017 angesprochen. Der OB war sofort bereit, uns die Möglichkeit zu geben, über den Stand der Ausbildungsbrücke in Lüneburg zu berichten.

OB Ulrich Mädge nahm sich für uns über eine Stunde Zeit.  Heinrich Bär hat zunächst die Ausbildungsbrücke anhand der aktuellen Lüneburger Präsentation vorgestellt. Der Oberbürgermeister war äußerst angetan von den Leistungen unserer Paten. Die Entwicklung der Anzahl der Paten und der Patenschaften beeindruckte Mädge, er sagte: „Die Gesellschaft müsste noch mehr Bürger wie Sie haben, die sich im Ehrenamt engagieren.“

Danach schilderte der Koordinator der Christiani-Oberschule Lüneburg Claus Petersen den Ablauf einer Patenschaft. Besonders interessiert zeigte sich der OB Ulrich Mädge bei der Vorstellung unseres Projektes „IdA – Integration durch Ausbildung“. Er hörte aufmerksam zu, als Klaus-Dieter Meier (Koordinator IdA) von den Problemen bei der Integration von Flüchtlingen berichtete. Ulrich Mädge gab uns hierzu wertvolle Hinweise. Ein besonderes Lob gab es für die aktuelle Zusammenarbeit der Ausbildungsbrücke mit der BBS III.

In Laufe des Gespräches sagte Ulrich Mädge uns, dass er in einigen Jahren in Rente gehen werde. „Aber als Pate werde ich Ihnen nicht zur Verfügung stehen“, so Ulrich Mädge. Damit ist er Heinrich Bär zuvor gekommen, der Herrn Mädge als Paten anwerben wollte.

Zum Ende gab uns der Oberbürgermeister auch noch Tipps, wie wir Spenden generieren können, um noch mehr Flüchtlingen in Ausbildung Sprachunterricht geben zu können. „Nur so können die Flüchtlinge und die Betriebe profitieren. So haben wir eine klassische Win-Win-Situation“ so Heinrich Bär.

Das Gespräch war sehr erfolgreich und hat dem Oberbürgermeister gezeigt, was engagierte Bürgerinnen und Bürger alles bewegen können.

(Autor: Heinrich Bär)

Ausbildungsbrücke Lüneburg schließt Kooperationsvertrag mit der 7. Schule

v.l. Heinrich Bär, Klaus-Dieter Meier, Silvia Worthmann, Claus Petersen, Christiane Pätz

Die Ausbildungsbrücke in Lüneburg hat eine neue Kooperationsschule. Es ist inzwischen die siebte Schule in der Stadt und im Landkreis Lüneburg in einer Kooperation mit dem Patenmodell. Also – in Lüneburg ist die Ausbildungsbrücke ein Erfolgsmodell.

Der Standort Lüneburg mit derzeit rund 100 Patenschaften und 70 Patinnen/Paten ist schon heute einer der größten Standorte der Ausbildungsbrücke bundesweit.

Am 10. März 2017 konnte der Kooperations-vertrag mit der Berufsbildenden Schule III in Lüneburg durch Christiane Pätz (Schulleiterin) und Heinrich Bär (Koordinator Region Lüneburg) unterzeichnet werden. Die Berufsbildenden Schulen III Lüneburg gliedern sich in fünf Bereiche:

·         Hotellerie, Gastronomie und Lebensmitteltechnik

·         Agrar- und Hauswirtschaft

·         Gesundheit und Pflege

·         Sozialpädagogik

·         Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales

Im Herbst 2016 wurde Heinrich Bär, der regionale Koordinator in Lüneburg, von Silvia Worthmann, Studiendirektorin und Abteilungsleiterin Hotellerie, Gastronomie

und Lebensmitteltechnik angesprochen. Bei der Anfrage ging es zunächst speziell um Unterstützung bei den Berufseinstiegsklassen der Köche. Es gibt hier Unterstützungsbedarf in puncto allgemeine deutsche Sprach-kenntnisse und Fachbegriffe aus der Küche.

Da wir in Lüneburg seit Anfang 2016 das Projekt IdA (=Integration durch Ausbildung) ins Leben gerufen haben, passte dies genau in das Portfolio dieses Projektes. In dem Projekt helfen wir jungen Flüchtlingen einen Ausbildungsplatz zu bekommen und dann sich auch in der Berufsausbildung zu recht zu finden.

Dem Koordinator des Projektes IdA Klaus-Dieter Meier ist es gelungen, dass kurzfristig Sprachunterricht für diese Schülergruppe angeboten werden kann, um so ein höheres  Sprachniveau zu erreichen. Die Finanzierung erfolgt aus Europamitteln. Pädagogische Unterstützung erhalten wir von der Leuphana Universität in Lüneburg.

Die Schulleiterin Frau Pätz sieht die Ausbildungsbrücke als wertvollen Partner für ihre Schule. „Sie leisten Dinge, die wir als Schule gar nicht leisten können. Und Ihre Augen glänzen, wenn Sie über Ihr Projekt berichten“ so Frau Pätz.

Ab dem neuen Schuljahr werden wir uns dann auf Elternabende und in den Berufseinstiegsklassen präsentieren und das Projekt AUSBILDUNGSBRÜCKE vorstellen.

http://www.bbs3-lueneburg.de/


Paten dringend gesucht



Von Anfang an dabei

Von links nach rechts: Claus Petersen, Heinrich Bär, Rolf Eggert, Axel Schulz, Brigitte Müllermeister, Patenkind Alina, Sebastian Pölking, Sabine Kruse, Patenkind Tülin, Bernd Wald, Gerhard Müller und Günter Kaluza, leider verhindert waren: Torsten Bartling, Sigrun Buchholz, Susanne Döring , Anne Hoeksema, Petra Hose, Walter Koch, Clement Masurek, Ralf Plantener, Heidi von Hofe

In Lüneburg ist es schon Tradition, die Weihnachtfeier für die Patinnen und Paten im Januar zu veranstalten. So auch in 2017.
Dies ist eine Gelegenheit, den Patinnen und Paten für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement „Danke“ zu sagen. Unsere Patinnen und Paten haben im vergangenen Jahr Besonderes geleistet.
Neben den bestehenden 96 Patenschaften in der Ausbildungsbrücke kamen mit dem neuen Schuljahr 61 neue Patenschaften an drei Kooperationsschulen  hinzu. Gleichzeitig wurden seit September des letzten Jahres 11 neue Patinnen und Paten für die Ausbildungsbrücke in Lüneburg gewonnen.
Bis auf sechs junge Menschen haben alle ihre Paten/innen bereits kennengelernt. Und diese restlichen Schüler/innen werden bis Ende Januar 2017 ebenfalls ihre Paten haben.
Hochachtung vor dem Engagement unserer Patinnen und Paten, die teilweise bis zu vier Patenschaften gleichzeitig  eingegangen sind.
Daher war es dem neuen Koordinator der Region Lüneburg, Heinrich Bär, ein besonderes Bedürfnis innerhalb der Weihnachtsfeier langjährige Paten/innen zu ehren.
Für mindestens drei Jahre ehrenamtliches Engagement in der Ausbildungsbrücke wurden geehrt:
Sabine Kruse, Clement Masurek, Claus Petersen, Ralf Plantener, Axel Schulz und Heidi von Hofe.
Für mindestens 5 Jahre unermüdlichen Einsatz in der Ausbildungsbrücke in Lüneburg erhielten Ehrenurkunden und ein kleines Präsent:
Torsten Bartling, Sigrun Buchholz, Susanne Döring, Rolf Eggert, Anne Hoeksema, Petra Hose, Günter Kaluza, Walter Koch, Gerhard Müller, Brigitte Müllermeister, Sebastian Pölking und Bernd Wald
Allen Geehrten herzliche Glückwünsche und vielen Dank, dass sie solange dabei sind und allen Patinnen und Paten vielen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz.
Besonders gut angekommen war, dass für die verhinderte Anne Hoeksema ihr Patenkind Tülin, das sie seit fünf Jahren begleitet, die Ehrungen entgegengenommen hat und ein paar wunderbare Grußworte überbracht hatte.

Zeitungsartikel über das Patenmodell Lüneburg in der LZ am 15.01.2016

 

Die Ausbildungsbrücke jetzt auch an der Christianischule

Nachdem das Projekt „Ausbildungsbrücke“ im Landkreis Lüneburg in Dahlenburg, Adendorf und Bardowick schon seit zwei Jahren mit Erfolg betrieben wird, übernimmt ab dem kommenden Schuljahr auch die Christianischule als erste Schule in der Hansestadt Lüneburg das Modell.

Schulleiter Harald Vahlbruch und Koordinator Gerhard Müller haben dazu am 04.04.2013 die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Vermittelt hat die Zusammenarbeit das von Martin Peters geleitete Bildungs -und Integrationsbüro des Landkreises Lüneburg. Oberschulrektor Harald Vahlbruch freut sich auf die neue Kooperation: „Wir wissen, welch ein wichtiger Bereich der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist, und dass Schüler in dieser Zeit Unterstützung benötigen.“ Peters, selbst früher Leiter der Adendorfer Oberschule am Katzenberg, sieht die „Ausbildungsbrücke“ als „wertvolle Ergänzung“ zu zahlreichen anderen Berufsfindungsmaßnahmen. „Die Akzeptanz in den Schulen ist unglaublich groß“, weiß er.

Ab dem kommenden Schuljahr will sich Gerhard Müller, der als Koordinator für die Christianischule zuständig sein wird, bei Elternabenden vorstellen.

Gerhard Müller, Koordinator der Ausbildungsbrücke, und Schulleiter Harald Vahlbruch haben den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Mit ihnen freuen sich Karin Kuntze, Martin Peters und SilkeThunig vom Bildungsbüro sowie Koordinator Bruno Litzmann (v.l.). (Foto: pet aus der LZ vom 18.04.13)

Auftaktveranstaltung am 19.05.2011 im Haus Der Kirche

Gemeinsam mit dem Diakonieverband Lüneburg wurde am 19.05.2011 in einer Auftaktveranstaltung im Haus der Kirche das Patenmodell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des Diakonieverbandes Lüneburg Herrn Gabriel Siller wurde die Initiative von Herrn Konrad Müller erläutert.  

Viel Lob für die Initiative gab es in Grußworten von dem ersten Kreisrat, Herrn Jürgen Krumböhmer, vom Schulleiter der Haupt und Realschule Dahlenburg Herrn Ulrich Maria Haase-Mühlner und vom Vorstandsvorsitzenden der Molda AG Dr. Torsten Voß, der auch für das Projekt in Dahlenburg die Schirmherrschaft übernommen hat.

Einen feierlichen Rahmen bekam die Veranstaltung durch klassische Musikeinlagen der Gruppe Heydenspass.

 

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